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Weltfrauentag – Frau? Programmieren? Das geht!

Heute, am 8. März 2018 ist Weltfrauentag. Meistens ein Tag im Jahr, an dem es laut wird. Laut um die Rechte von Frauen.

Ein Tag, an dem Frauen auf der ganzen Welt ein Gehör verschafft wird. Unterstützt durch die Möglichkeiten der digitalen Welt.

Auch wenn es nur ein Tag von vielen ist, lohnt es sich ganz besonders heute, einen Blick auf erfolgreiche Projekte zu werfen. Wir wollen nicht über das berichten, was schlecht ist, sondern das betonen, was gut läuft – und das natürlich digital!

In deutschen IT-Abteilungen sind laut einer Studie nur ein Zehntel der Angestellten weiblich. Schaut man sich die Immatrikulationszahlen des Faches Informatik an, stellt man fest, dass auch dort nur ein geringer Prozentsatz weibliche Studienanfänger sind.

Hast du schon mal von den „Code Girls“ gehört?

Die Code Girls sind zwei junge Frauen aus Leipzig, die 2012 eher zufällig zu ihrem heutigen Projekt gekommen sind. Julia (29) und Natalie (32), eigentlich in den Kommunikations- und Geisteswissenschaften zu Hause, gewannen Tickets für die Campus Party in Berlin, einem Technologie-Festival. Seitdem beschäftigt die beiden der Gedanken des Codens.

Unsere Welt wird immer digitaler.

Programme, Apps oder Websiten – alles begegnet uns ständig im Alltag. Aber was steckt eigentlich hinter den Anwendungen? Verstehst du unsere immer digitaler werdende Welt und deren Verknüpfungen?

Alles, was meist hinter den Anwendungen steht, die wir mal eben so auf dem Handy installieren, mit der wir Bilder hochladen oder Musik  hören können, ist: Eine Programmiersprache.

Programm – was? Eine Programmiersprache! Das ist in der Hinsicht nichts anderes, als eine Fremdsprache, die man eben lernen kann.

Nächste Frage: Warum genau ist das jetzt so interessant für Frauen?

Nun ja, betrachtet man die Tatsache, dass in vielen Ländern, so auch in Deutschland, Frauen in den IT-Berufe stark unterrepräsentiert sind, dann gewinnt die Thematik eine ganz neue Form. Woran die Unterrepräsentation liegt, kann nur Vermutung sein. Vielleicht fehlen die Vorbilder für diese Berufe? Verrückt eigentlich, da die ersten Software-Entwickler in den 40 er Jahren Frauen waren.

Doch geht es nicht nur um das Erlernen des Verständnisses für Programmiersprache und Codes, sondern auch um die Möglichkeiten, die dadurch eröffnet werden.

Die Programmiersprache und das Coden zu verstehen, bedeutet auch, in der digitalen Welt mitreden zu können. Wer eine Fremdsprache beherrscht, kann sich ausdrücken und wird Teil von etwas, was ihn ohne das Verständnis dafür ausschließen würde. Programmieren ist aus unserer digitalen Welt nicht mehr wegzudenken. Hinter jeder Website oder App steckt ein Programm. Die Grenzen der analogen und digitalen Welt scheinen zu verschwimmen.

Um Frauen das Programmieren und Coden wieder näher zu bringen, geben die Code Girls aus Leipzig Workshops. Hier können Algorithmus und Co. in reinen Frauengruppen theoretisch und praktisch unter die Lupe genommen werden. Aber auch Vorträge, wie z.B. am 04.03.2018 im Social Impact Lap in Plagwit zum Thema: „Get Swifty – Ein Einblick in die iOS-Entwicklung“, gehören zum Projekt der Code Girls.

Nicht nur die Workshops und Vorträge der beiden Frauen könnten Quelle für das Wissen und die Umsetzung rund um das Programmieren und Coden sein, sondern auch die praktische Umsetzung im Alltag. Für Schulen oder Universitäten hieße das, die digitale Welt mehr in den Lehrplan zu integrieren.

Ein Kindergarten macht das vor: Der Medienkindergarten in Wien

Der Kindergarten ist eine Initiative zur Förderung medienpädagogischer Aktivitäten im Elementarbildungsbereich. Unter die Medienerziehung im Kindergarten fällt hier zum Beispiel auch der Bienenroboter „Bee-Bot“.

„Der Bee-Bot ist ein kleiner Roboter, der sich mit Hilfe von Tasten programmieren lässt und das analytische und vorausschauende Denken sowie die Problemlösekompetenz der Kinder auf spielerische Weise fördern soll“.

Spielerisch werden die Kinder hier an das Programmieren durch Codes herangeführt.

Bei all dem gilt selbstverständlich:

Wer seine Leidenschaft hier nicht entdeckt, auch das ist okay.

youbuyda. Alles was Du willst.

 

Quellen:

https://codegirls.de/

http://www.codingkids.de/anfangen/frueher-war-programmieren-ein-frauenberuf

http://medienkindergarten.wien/medienpraxis/roboter-coding/der-bienenroboter-bee-bot/

Weitzel, Tim et al. (2017): Women in it. Online Dokument. In Auftrag gegeben von Marc Irmisch-Petit Monster Worldwide Deutschland GmbH.

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